Die Fristen zur Geltendmachung von Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz 1950 waren sehr sehr kurz, nämlich gesetzlich nur 6 Wochen.

Erfreulicherweise hat der Gesetzgeber nun positiv reagiert und mit dem am 7. Juli 2020 ausgegebenen und seit dem 8. Juli 2020 gültigen Bundesgesetz (BGBl I 62/2020) das Epidemiegesetz u.a. dahingehend geändert, dass die Frist zur Stellung eines Entschädigungsantrags mit 3 Monaten festgesetzt wurde und zudem die bisherigen (kurzen) Fristen, ob sie noch gelaufen sind oder bereits abgelaufen waren, neu zu laufen beginnen.

Eine Chance also für all jene, die zu Beginn der COVID-19-Krise faktisch handlungsunfähig waren oder nicht gehandelt haben.

Allen von der Krise Betroffenen – insbesondere Unternehmen – ist zu empfehlen, ihre Situation rechtlich beurteilen zu lassen und gegebenenfalls nunmehr entsprechende Entschädigungsanträge einzubringen.

Neue Frist neue Chancen!

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